Übersicht Probleme der Kapazitätssteuerung, Niveaue und Beispiele der Steuerungsmittel

Steuerungsniveau Steuerungsprobleme Steuerungsmittel (Beispiele)
Strategisches Niveau
(2-10 Jahre)
Entwicklung und Einrichtung der Kapazitätsgrundlage/-struktur
der Firma
Informationswerkzeuge Steuerungsprozess Entwicklungsprozess
- Finanzpläne über mehrere Perioden
- Wertanalyse
- Investitionskalkulationen
- Brain-Storm
- strategische Konferenzen
- strategische Führungsentwicklung
- Teilnahme an System-Entwicklungs-Prozessen
- Teilnahme an Firma-Spielen
Taktisches Niveau
(1-2 Jahre)
Koordinierte Anwendung der
eingerichteten Kapazitätsgrundlage
quer durch alle Funktionen und Abteilungen
- Zero-Base-Bugetting
- Leistungsbudgets
- Kontrolle der Vorraussetzungen
- Netzwerk-Planung
- Management By Objectives
- unfomale quer-organisatorische Koordinierungs-Besprechungen
- Motivations-Führung
- interaktives Rollenspiel
- Suche-Lerne-Prozesse
- delegierung von Budgetverantwortung
Operatives Niveau
laufend
Laufende Planung und Beachtung
der Kapazitätsausnutzung innerhalb
der einzelnen Funktionen und Abteilungen
- Fahrpläne
- Projektphasenkontrolle
- Nachkalkulationen
- unformale lokale Kontaktbesprechungen
- unformale Selbskontrolle
- Rückmeldungen der Führung
- laufende on-job-Training
Bedarf: Kapazitätssteuerung
Ziel: Die Sicherung, dass der zur Verfügung stehende Kapazitätapparat auf die richtige Weise und zum richtigen Zweck verwendet wird
Lösung:
1.  Effektive Daten als Grundlage für die Steuerung der Fixkosten und der variablen Kosten
2.  Projektabrechnunge
3.  Abteilungsabrechnungen
4.  Belastungsanalysen
5.  ABC-analysen

Kann man eine Firma steuern ohne Kostenkontrolle durchzuführen
 
Kann man eine Firma steuern ohne Ressourcenkontrolle (MBO) durchzuführen
 
Kann man eine Firma in einem turbulenten Milieu steuern ohne auf Möglichkeiten grösserer Flexibilitet durch u. a. geänderter Technologie Rücksicht zu nehmen (MPS, CIM, effektive Anwendung von Systemen)
 
EDV-Lösungen sind kein Ziel - aber ein Werkzeug um das Ziel der Firma zu verwirklichen
 
Welche Ziel - ausser dem der technischen speziellen Kompetenz - hat eine Firma
1. SCHNELLIGKEIT - der Kunde soll schnell seine Beschlussgrundlage zum Anwenden der Firma bekommen
2. GLAUBWÜRDIGKEIT - der Kunde muss den Angaben der Firma glauben müssen
3. QUALITÄT - der Kunde soll den Produkten der Firma vertrauen können
4. ERTRAGNISFÄHIG - die Firma soll mit den Produkten Ertrag machen, sowohl beim Verkauf wie auch in Verbindung mit der Fertigung
Oben genanntes soll nicht derart verstanden werden, wo eine Firma nicht das verlangte erfüllt, jedoch zwingt der internationale Wettbewerb dazu, in einem grösseren Masse auf diese Argumente zu achten
Die korrekte Anwendung von Fertigungs- und Finanssteuerungssystemen bewirkt
- bessere Rentabilität
- erhöhte Effektivität
- Rationalisierung
- erhöhte Flexibilität
- bessere Warnsysteme
- schnellere Informationsbehandlung
- und damit
- verbesserte Wettbewerbssituation
- die Möglichkeit, internen und externen strategischen Druck auszuüben ("wir steuern statt uns steuern zu lassen")

ABER NUR DURCH EINER ÜBERZEUGTEN ANWENDUNG DER TECHNLOGIE

Welche Begriffe verstecken sich hinter den genannten Zielen:
SCHNELLIGKEIT Schnelle Vorkalkulationen
Schnelle Lieferzeitangaben
(Schnelle Abweich-Meldungen)

Sei schneller als dein Wettbewerb

GLAUBWÜRDIGKEIT Die Vorkalkulation (=der Preis) hält
Lieferzeit und -umfang halten
QUALITÄT Das Produkt erfüllt die Bedürfnisse des Kunden
Garantieleistungen auf das Gelieferte  erhöhen das Renomme sowohl unter wie auch nach der Garantieperiode
ERTRAGSFÄHIGKEIT "Lieber die Zeit benutzen um die Dinge besser zu machen als sie für den täglichen Ablauf, der automatisiert werden kann, zu verschwenden - eine Automatisierung kann in folgende Bereichen geschehen:
Vor- und Nachkalkulation
Grob- und Feinterminisierung
Auftragsbehandlung, hierunter Auftragsstatus bzw. Abweichrapport
Bedarfsberechnungen
Einkaufssteuerung
Materialsteuerung (Logistik)
Lagersteuerung
Materialbedarf
 
Darüber hinaus sollte folgendes vom Interesse der Firmenleitung sein:
Qualitätssicherung
Kostensteuerung
Auftragssteuerung
Akkumulierte Soll/Haben Berechnung im Verhältnis zum Budget
 
Damit Obiges gelingt sollte folgendes erfüllt sein:
A. Keine Teile ausserhalb der EDV
B. Datendisziplin (Ausbildung, Führungsbedarf)
Verkaufsprognose / Budget
Angebot / Verkauf
Fertigunsgaufträge
Start Fertigung
Detailplanung
Produktion
Rückmeldung / Abschluss
Löhne
Gehälter
Auftragsverwaltung
Debitorsteuerung
Kreditorsteuerung
Finanzen

 

 

Löhne

 

 

  Stammdaten
  Transaktionen von der Feinplanung
  Bonusberechnungen
  Lohnberechnungen, hierunter  Abrechnungslisten,
Buchführung der Finanzbuchhaltung
  Transfer der Daten zum Auftragssystem
  Diverse Statistiken / Listen
  Ferienangabe (Gesetzvorschrift)
  Jahresangaben (Gesetzvorschrift)
  Steuerangaben
  Interne / Externe Erfahrungen

 

 

Gehälter

 

 

  Stammdaten
  Gehaltsberechnungen, hierunter Abrechnungslisten,
Buchführung der Finanzbuchhaltung
  Diverse Statistiken / Listen
  Ferienangabe (Gesetzvorschrift)
  Jahresangaben (Gesetzvorschrift)
  Steuerangaben
  Interne / Externe Erfahrungen
  Registrierung des Angestellten mit nachfolgender
Registrierung im Auftragssystem

 

Auftrags-

verwaltung

 

  Stammdaten
  Kundendaten
  Budgets
  Lieferung
  In Rechnungstellung
  Registrierung von Stunden / Löhnen
Materialien vom Lohn-/Gehaltssystem
  Angaben zur Debitorbuchhaltung
  Diverse Verfolgungssysteme

 

Rückmeldung /

Abschluss

 

  Nachkalkulation
  Rechnung
  Verkaufssstatistik
  Ersatzteilssteuerung

 

 

Fertigung

 

 

  Warenannahme
  Lagerbewegungen
  Qualitätskontrolle
  Steuerung von Lagerwaren (max. / min.)
  Abmeldung Bonus
  Rechnungskontrolle + Buchführung
  Erinnerungsprozedure Lieferanten

 

Detail-

planung

 

  Feinplanung
  Zeitverbrauchskontrolle
  Auftragsverfolgung
  Änderung des Fertigungsauftrages
  Neue Produkter werden augenommen
  Alte Produkter werden ausgenommen

 

Start

 

 

  Arbeitspapiere (Bonusbescheide)
  Operationskarten / Lagerrequisitionen
  Belastungsübersicht

 

Verkaufsprognose / Budget

 

  Einkaufsabsprachen
  Konsequenzberechnungen

 

 

Angebot / Verkauf

 

 

  Preislisten
  Vorkalkulation
  Stammdatenregistrierung
  Simulierung Ressourcenbedarf

 

Fertiguns-

auftrag

 

  Bedarfsberechnungen
  Analyse der Bedarfs- und Kapazitätspläne
  Einkaufsauftragsvorschläge

 

 

Debitoren

 

 

  Stammdaten
  Transaktionen von der Auftragsverwaltung
  Saldoübersicht / Verfallsübersicht
  Kontenauszug mit Giroeinzahlungskarte
  Aut. Registrierung von Zahlungen einschl. Buchführung
  Zinsen / Erinnerungsprozedure einschl. Buchführung der Zinsen
  Valutasteuerung einschl. Kursregulierung

 

 

Kreditoren

 

 

  Stammdaten
  Saldoübersicht / Verfallsübersicht
  Zahlungsvorschläge
  Sammelgirierung der Zahlungen
  Scheck-Formular der Zahlungen
  Aut. Buchführung der Zahlungen
  Valutasteuerung einschl. Kursregulierung

 

 

Finanzen

 

 

  Stammdaten, hierunter Kontoplan, Budgets, Budgetverfolgung
  Kontoauszug / Saldobalanze
  Monats- / Jahresbilanz
  Valutasteuerung einschl. Kursregulierung
  Liquiditätssteuerung
  Immobilien

 

Obiges kann auch auf andere Weise illustriert werden:
Nachkalkulationer
Lquidität
Simulierung
Lagerwert
Standardpreise

Finanzielle Information

Rückmeldung Löhne

Detailplanung

Belegung
Auftragsstatus
Fahrpläne
Auftragsvorschläge
Rohmaterialien-Plan
Belegung
Kapazitätsplan
EOQ-Vorschlag

Bedarfsplanung

 

Auftragsfreigabe

Auftragsüberwachung
Auftragssatz
Fehl-Listen
Kapazitätsbedarf
Materialbedarf
Rohmaterialbedarf
ABC-Analyse

Simulierung

Rückmeldung Materialien

Lagerbuchführung

Lieferungsüberwachung
Status
Zähl-Listen
Einkaufsvorschläge
Material-Daten
Operationskarten
"Wird-gebraucht"-Listen
Stückliste
Lagerentnahmelisten
Anfragen

Analysen

Produktgruppenanalyse
Transportanalyse
Vorkalkulationen
Preislisten
Kataloge
Bedarf
Operationen
Waren / Materialien

Stammdaten

Ressourcen
Stücklisten
Rohmaterialien